Information für Behandler

Die Vorteile des CLEAR-ALIGNER® Systems

  • schnelle, kostengünstige Herstellung
  • vollkommene Behandlungskontrolle
  • jederzeitige Therapiekorrektur möglich

Zudem bietet das System weitere Vorteile, wie:

  • Zahnkorrekturen höchster Qualität durch präzise, individuelle Passform
  • vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
  • hochwertige, bioverträgliche Thermoplast-Schienen
  • hoher Tragekomfort, keine störenden Drähte oder Schrauben
  • Sprechen und Lachen fast ohne Einschränkung
  • beste Ästhetik durch optisch fast unsichtbare Schienen
  • hohe Passgenauigkeit
  • leicht herausnehmbar, einfache Reinigung

Indikation

Das CLEAR-ALIGNER®-Schienensystem hat sich seit seiner Markteinführung in unzähligen Fällen klinisch bewährt, wobei sich die Anwendungsgebiete deutlich erweitert haben. So können Engstände, Lückenschlüsse/Diastema, In- und Extrusionen und Mittellinienkorrekturen mithilfe dieses Aligner-Systems problemlos durchgeführt werden. Aber auch Tief-, Kreuz- oder offene Bisse stellen gängige Indikationen für den effektiven Einsatz dar.

Zudem kann der CLEAR-ALIGNER® zur Expansion eingesetzt werden. Besonders bewährt hat sich dabei die transversale Expansion durch Einbau einer Mikrodehnschraube in den Schienen, die der Patient alle 7 bis 10 Tage selber aktiviert.

Ein Platzgewinn von mehreren Millimetern ist so in sehr kurzer Zeit möglich (3mm maximale Expansionweite der Schraube).

Fall1 1 vorher
Vorher
pfeil2 Fall1 1 nachher
Nachher
Fall2 2 vorher
Vorher
pfeil2 Fall2 2 nachher
Nachher
invisalign-before
Vorher
pfeil2 invisalign-after
Nachher

Trageempfehlung

Um die Zahnfehlstellungen so effektiv wie möglich zu korrigieren, ist folgender Tragerhythmus empfehlenswert:

1. Tag: Schiene mehrmals am Tag tragen und stundenweise herausnehmen, nachts durchgängig tragen.

2. Tag: Tagsüber nur noch bei Bedarf stundenweise herausnehmen und nachts weiterhin durchgängig tragen

3.–6. Tag: Durchgängig Tag und Nacht tragen und lediglich kurz zu den Mahlzeiten herausnehmen.

7.-10. Tag: Wechsel zur nächsten Schiene. Zur Eingewöhnung können bei Bedarf Tragepausen eingelegt werden.

Der Behandlungserfolg resultiert hierbei ausschließlich aus der Trageintensität.

Pflegeempfehlung

Zu beachten gilt, dass das Rauchen und Trinken von Kaffee o.ä. mit aufgesetzten Schienen zu Verfärbungen der Schienen führen kann.

Die Schienen mit kaltem Wasser abspülen, wenn notwendig mit der Zahnbürste oder Reinigungstabletten nachhelfen.

Komplikationen

Schiene passt nicht/springt heraus/Druck zu stark
Leider gibt es Situationen, in denen auch 0.5mm Zahnumstellung beim Setup schon zuviel ist. Dieses Problem lässt sich durch ein Zwischensetup oder eine weiche (Bioplast) Übergangsschiene lösen.

Druckstellen im Bereich der Ränder auf Zahnfleisch oder Lippe/Wangen
Besonders bei der ersten sehr dünnen Schiene (0,5mm) kann es leicht vorkommen, dass der Patient beim Herausnehmen die Ränder verbiegt und in der Folge Druckstellen entstehen.
Fast immer lässt sich dieses Problem durch Kürzen der Ränder lösen, wenn nötig bis zum Zahnfleischrand.

Druck zu schwach/Patient spürt nichts
Versuchen Sie den Patienten zu überreden die Schienen trotzdem zu tragen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, es gleich mit der Medium (0,625mm) Schiene zu probieren.

Zu beachten ist auch folgendes: Wenn der Patient vor der Abformung zum zweiten Setup seine Schiene einige Stunden nicht getragen hat, muss das beim Setup berücksichtigt werden. Es sollte dann deutlich mehr als 0,5mm umgestellt werden. Besser ist es, wenn der Patient die Schiene erst unmittelbar vor der Abformung heraus nimmt und bis zur Übergabe des neuen Schienen Satzes die letzte Schiene weiter trägt.

Retention

Zähne bewegen sich und können – ohne eine entsprechende Hilfe – in ihre ursprüngliche Stellung "zurückwandern". Für diese Rezidive gibt es verschiedene Ursachen:

  • Die Knochenneubildung im Zahnfach ist noch nicht abgeschlossen.
  • Die Spannung der Zahnhaltefasern – besonders nach Zahndrehungen – ist noch nicht abgebaut.
  • Der Druck der umgebenen Weichteile hat sich noch nicht auf die veränderten Zahnpositionen eingestellt.
  • Es bestehen noch Fehlfunktionen der Zunge beim Sprechen oder Schlucken.
  • Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne verengt die Zahnreihen nach vorn.

Zur Vermeidung von Rezidiven kann entweder ein Kleberetainer angebracht werden oder eine Tiefziehschiene mit 1mm Stärke.

Die Retentionsphase beträgt in der Regel doppelt so lange wie die aktive kieferorthopädische Behandlungszeit, wobei die Dauer der Retention auch von Art und Umfang der durchgeführten Zahnbewegungen bzw. Bissveränderung abhängt. Sie wird individuell festgelegt und kann auch für einen längeren Zeitraum notwendig sein.

Material

Lange Zeit wurden Tiefziehschienen aus Polycarbonat (Biolit D, Track PC, Imprelon S) hergestellt. Polycarbonat kann jedoch bei Erwärmung einen als inzwischen als bedenklich eingestuften Inhaltsstoff mit östrogenartiger Wirkung freisetzen. 
CLEAR-ALIGNER®Schienen werden aus Pet-G/Duran (Polyethylenphtalat-Glycolmodifiziert) hergestellt, was nach derzeitigem Wissensstand vollkommen unbedenklich ist. Leider hat die Praxis gezeigt, dass dünne Duran Folien nach einigen Monaten Tragezeit bei manchen Patienten an Elastizität verlieren und eine erhöhte Bruchgefahr aufweisen. Als Langzeitretainer empfehlen wir deshalb Schienen mit mindestens 1mm Stärke.